Die 37. Ausgabe des North Sea Jazz Festivals, dem gröβten überdachten Jazzfestival der Welt mit der höchsten Konzertkonzentration, präsentiert dieses Jahr wieder ein fantastisches Programm. Groβe Namen wie Van Morrison, Tony Bennett und Rufus Wainwright und Band treten auf. Lenny Kravitz gibt das Nachtkonzert am Eröffnungsabend. Das Festival findet vom 6. bis 8. Juli im Veranstaltungszentrum Ahoy Rotterdam statt und wird erwartungsgemäβ zwischen 65.000 und 70.000 Besucher anlocken.
Das North Sea Jazz Festival erwartet dieses Jahr mehr als tausend Künstler, die zusammen 150 Auftritte geben werden. Das vielseitige Programm erfülllt die Wünsche aller Musikliebhaber: D’Angelo kehrt zwölf Jahre nach seinem legendarischen Debüt auf dem North Sea Jazz zum Festival zurück, aber auch Michael Kiwanuku, der Anfang des Jahres zum BBC Sound of 2012 benannt wurde, tritt auf. Daneben spielen Artisten wie Robert Cray, Brad Mehldau, Jill Scott, Joe Bonamassa, Hugh Laurie, George Benson und Rumer. Auch niederländische Künstler wie Caro Emerald, Benjamin Herman und The Kyteman Orchestra werden auftreten. Der Trompeter Eric Vloeimans aus Rotterdam, ein gern gesehener Gast auf dem Festival, gibt sein Können dieses Jahr bei einer besonderen Zusammenarbeit mit dem beliebten syrischen Klarinettisten Kinan Azmeh und dem international gefeierten Pianisten Dinuk Wijeratne aus Sri Lanka zum Besten.
Neue und spezielle Projekte
Das North Sea Jazz ist auch in diesem Jahr wieder Schauplatz für viele spezielle Projekte. So spielt beispielsweise das Metropole-Orchester unter Leitung von Vince Mendoza für Nights on Earth mit Musikanten aus der ganzen Welt: den Amerikanern John Scofield und Joe Lovano, dem vietnamesisch-französischen Gitarristen Lê Nguyên und der brasilianisch-niederländischen Vokalistin Lilian Vieira. Unter dem Titel Miles Smiles bringt das North Sea Jazz wiederum eine besondere Ehrbezeugung an Miles Davis. Darin spielen Kenny Garrett, Robben Ford, Joey DeFrancesco, Darryl Jones und Omar Hakim, die alle zu verschiedenen Zeitpunkten als Bandmitglied mit dem groβen Miles spielten. Mit den Themen Jazz in de Third Space, New Urban Jazz und Clean Feed Records schenken die Veranstalter auch neuen Entwicklungen besondere Aufmerksamkeit. Das progressive portugiesische Label Clean Feed besteht seit 10 Jahren. Verschiedene Künstler, die mit dem Label verbunden sind, spielen auf dem Festival, unter anderem die amerikanische Pianistin Angelica Sanchez und der französische Gitarrist Marc Ducret.
North Sea Round Town
Ganz Rotterdam steht in der Vorbereitungsphase auf das North Sea Jazz Festivals bereits ab dem 22. Juni voll im Zeichen des Jazz. Das stadtweite Jazzfestival North Sea Round Town erlebt schon seine siebte Ausgabe. Besucher können in Rotterdam rund 200 Konzerte gratis genieβen, die von jungen Talenten geprägt sind. Auβerdem strotzen die zwei Festivalwochen von Jamsessions, Straβenauftritten, Ausstellungen, Masterclasses, Vorträgen und Afterpartys in der ganzen Stadt. Artisten aus Rotterdam wie Ntjam Rosie, Eric Vloeimans, Sabrina Starke, Kim Hoorweg und Artvark Saxophone Quartet & John Buijsman treten auf. Aber auch Künstler wie The Impossible Gentlemen, Alain Clark, Hans Dulfer und Giovanca geben eine Show. Der Startschuss des North Sea Round Town ist am 22. Juni während des Jazztages, dem Netzwerk-Event der niederländischen Jazz-Liebhaber mit 25 Showcases. Ein Höhepunkt ist Down Town Round Town, eine swingende Jazzroute durch die Innenstadt Rotterdams am 30. Juni. An diesem Tag findet auch die Dutch Jazz Competition statt. Das North Sea Round Town dauert bis einschließlich 8. Juli.
Tickets und weitere Informationen: www.northseajazz.com und www.rotterdam.info
Foto: North Sea Jazz / holland.com



Natürlich sind Agrar-Spekulanten längst auf der untersten moralischen
Stufe angekommen. Spekulationsgeschäfte mit Nahrung töten. Genau wie
Monokulturen, Biodiesel aus Soja oder Spekulationen mit Wasser. Indirekt
geschieht dies, selten dokumentiert, mit zeitlicher Verzögerung. Die
verantwortlichen Akteure süffeln von Provisionen und Boni längst schon
Cocktails an der Bar, wenn für Apinke und Sowande der Todeskampf erst
beginnt. Außerdem liefern Hungertote einfach weniger spektakuläre Bilder
als beispielsweise durch Kleinwaffen zerfetzte Leiber. Deutschland ist
an der Verbreitung der "Massenvernichtungswaffen des 21. Jahrhunderts"
(Kofi Annan) immerhin mit einem Exportvolumen von 76,15 Millionen Euro
(2012) beteiligt. Und was bitteschön hat (legaler) Waffenhandel mit
(legalen) Warentermingeschäften zu tun? Eine ganze Mange. Das Primat des
Ökonomischen bestimmt längst die Grenzen des Politischen und Moral taugt
nur bedingt als ökonomisch messbare Größe. Der mehrfach chemisch
gereinigte EU-Gesetzentwurf zur Eindämmung der Nahrungsmittelspekulation
ist hierfür nur ein weiterer Beleg, meint DER KULINARIKER.



