Derzeit vollzieht sich fast unbemerkt ein Paradigmenwechsel. Die Gesellschaft der Negativität weicht einer Gesellschaft, die von einem Übermaß an Positivität und hektischer Aktion beherrscht ist.
Neuronale Erkrankungen wie Depression, Borderline oder Burnout gehören als ein Resultat dieser Entwicklung längst zu unserer modernen Gesellschaft. Einer Gesellschaft von Müden, Erschöpften, Ausgebrannten. Vom 18. Februar bis zum 24. März 2012 widmet sich die Berliner Galerie Axel Obiger diesem Massenphänomen mit einer Gruppenausstellung und zeigt anhand vorwiegend fotografischen Ansätze neue Sichtweisen auf das Thema "Müdigkeit". Äußere Anzeichen der physischen Erschöpfung, ("sleeping sister", Karen Stuke) der Übermüdung ("after show", Martin Eberle), der Überreitzheit duch Medien ("disenchanted", Wolfram Hahn), Dialog mit sich selbst im inneren Rückzug ("extension", Vadim Scheffler) und rätselhaft verschlossene Stadtansichen bei Nacht ("widukindsland", Ralf Bittner) verwickeln uns in ein Netz neuer Wirklichkeiten.
Weitere Informationen finden Sie unter www.axelobiger.com.
Foto: Karen Stuke





