Jedes Jahr im September rückt Monaco in den Fokus von Luxuswerften und ihrer Kundschaft.Das Becken am Quai Albert verwandelt sich dann in den teuersten Hafen der Welt. Vom 21. bis zum 24. September präsentieren rund 500 internationale Aussteller auf der 21. Monaco Yacht Show die 100 prächtigsten Superyachten.
Mehr als 30.000 Besucher werden in diesem Jahr an den vier Ausstellungstagen der renommiertesten Yachtshow weltweit erwartet. Besonders spektakulär sind die Mega-Yachten mit einer Länge von mindestens 60 Metern und wenigstens drei Decks mit Whirlpool, Fitnessraum, Kino, eigener Crew und Helikopter-Landeplatz.
Neben den Wasserspielzeugen für Multimillionäre spielen auch wertvolle Uhren in diesen Tagen eine wichtige Rolle. Bereits im zweiten Jahr tritt der schweizerische Uhrenhersteller Ulysse Nardin als offizieller Sponsor auf. Am 22. September um 16 Uhr verwandelt sich das Hôtel Hermitage in ein Auktionshaus – luxuriöse Zeitmesser kommen für den guten Zeck bei der Only Watch Auktion unter den Hammer. Der Erlös kommt der Forschung zur Bekämpfung der Duchennschen Muskeldystrophie zugute. Dazu haben die 40 exquisitesten Uhrenmanufakturen wie Tag Heuer, Maurice Lacroix oder auch Chopard eigene Unikate entworfen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.visitmonaco.com..
Foto: Altivue



Wenn man nur mehr Zeit hätte. Beispielsweise könnte dann der Frage
nachgegangen werden, ob ein Zusammenhang zwischen ökonomischer und
kulinarischer Entwicklung bestünde. Eine Frage in diesem Kontext könnte dann
sein, ob in schlechten Zeiten - was vordergründig logisch erscheint - weniger
auf den Tisch kommt und in guten eben deutlich mehr. Das Gegenteil scheint
jedoch der Fall zu sein. Ein nur oberflächlich durchgeführter Vergleich von
Wirtschaftsentwicklung anhand von Wachstumskennzahlen und Food-Fotografien der
Vergleichszeiträume zeigt, dass gerade in Boom-Zeiten die präsentierten
Gerichte deutlich reduzierter ausfallen (Ausnahme: die 50er Jahre, in denen
nach kriegsbedingtem Darben kräftig zugelangt wurde) und kubistisches
Schnitzwerk die Berge von Nahrung verdrängt. Das mag an der Zielgruppe liegen,
die sich längst qua ererbten oder erarbeiteten Grundvermögen abgekoppelt hat
von ökonomischen Entwicklungen und einfach nur gerne gut isst. Reine
Spekulation, keine Erklärung. Auch geht es in postindustriellen Zeiten um
deutlich mehr denn die simple Nahrungszufuhr - es darf halt auch in der Küche
das moderne Design der Standard-Einrichtungshäuser nicht fehlen. Zudem ist das
Streben nach Profitmaximierung schon längst bei den Köchen angekommen. Die
einfache Gleichung: Weniger auf dem Teller heißt mehr in der Kasse. Hübsch
angerichtet und verpackt, fällt uns das nicht sonderlich auf. Vielleicht ist
es aber auch nur ein Zeichen von Zeitmangel. Reduktion, schneller Konsum, acht
Gänge in einer Stunde, Mund abputzen und dann wieder raus in die Welt und
Mehrwert schaffen. Ist deshalb das japanische Fast Food Sushi so beliebt?
Werden deshalb Pitbull-Weine mit 14,5 Volumenprozent gelupft? Ach, wenn man
nur mehr Zeit hätte,
meint DER KULINARIKER.
Nicolas Géant, Imker: Der Geschmack ist immer abhängig von den jeweiligen Blumen, die von den Bienen
angesteuert werden. Foto: Stephan Gabriel

