Jetzt hat auch Mallorca "seine" Sansibar. Es ist zwar kein Strandrestaurant wie auf Sylt, eher eine stylishe Location im Yachthafen von Port Adriano im Südwesten der Insel nahe Santa Ponsa.
In Kooperation mit dem Sylter Original "Sansibar" entwickelten Marc Ciunis und Christoph Strenger, die Geschäftsführer des Designhotels "East" in Hamburg zwei Konzepte unter einem Dach: "Sansibar Wine" mit einer Vielzahl an Sansibar Weinen und Edelsnacks und "Coast-Seafood Grill & Bar", in dem die Klassiker aus der "Skihütte in den Dünen" wie die berühmte Currywurst, Wiener Schnitzel, aber auch mallorquinische Gerichte auf den Tisch kommen. Serviert wird auf Geschirr und in Gläsern mit den berühmten gekreuzten Säbeln.
Und wenn die Sonne über dem Meer glutrot eintaucht, muss man nicht selbst zum Schnulzensänger werden, denn die sanfte Chillout-Musik wird durch den Sansibar Kultsong von Rudi Schuricke: "Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt"...unterbrochen. Während der neue Hotspot auf Mallorca gerade erfolgreich anläuft, wird das gleiche Konzept ab Ende April in der Hamburger Hafencity Sylt-Feeling vermitteln.
Weitere Informationen finden Sie unter www.coast-mallorca.es.
Fotos: Marketing & Guest Relations



Wenn man nur mehr Zeit hätte. Beispielsweise könnte dann der Frage
nachgegangen werden, ob ein Zusammenhang zwischen ökonomischer und
kulinarischer Entwicklung bestünde. Eine Frage in diesem Kontext könnte dann
sein, ob in schlechten Zeiten - was vordergründig logisch erscheint - weniger
auf den Tisch kommt und in guten eben deutlich mehr. Das Gegenteil scheint
jedoch der Fall zu sein. Ein nur oberflächlich durchgeführter Vergleich von
Wirtschaftsentwicklung anhand von Wachstumskennzahlen und Food-Fotografien der
Vergleichszeiträume zeigt, dass gerade in Boom-Zeiten die präsentierten
Gerichte deutlich reduzierter ausfallen (Ausnahme: die 50er Jahre, in denen
nach kriegsbedingtem Darben kräftig zugelangt wurde) und kubistisches
Schnitzwerk die Berge von Nahrung verdrängt. Das mag an der Zielgruppe liegen,
die sich längst qua ererbten oder erarbeiteten Grundvermögen abgekoppelt hat
von ökonomischen Entwicklungen und einfach nur gerne gut isst. Reine
Spekulation, keine Erklärung. Auch geht es in postindustriellen Zeiten um
deutlich mehr denn die simple Nahrungszufuhr - es darf halt auch in der Küche
das moderne Design der Standard-Einrichtungshäuser nicht fehlen. Zudem ist das
Streben nach Profitmaximierung schon längst bei den Köchen angekommen. Die
einfache Gleichung: Weniger auf dem Teller heißt mehr in der Kasse. Hübsch
angerichtet und verpackt, fällt uns das nicht sonderlich auf. Vielleicht ist
es aber auch nur ein Zeichen von Zeitmangel. Reduktion, schneller Konsum, acht
Gänge in einer Stunde, Mund abputzen und dann wieder raus in die Welt und
Mehrwert schaffen. Ist deshalb das japanische Fast Food Sushi so beliebt?
Werden deshalb Pitbull-Weine mit 14,5 Volumenprozent gelupft? Ach, wenn man
nur mehr Zeit hätte,
meint DER KULINARIKER.
Laurent Delarbre, Chefkoch Restaurant La Tour d'Argent, Paris: Wir verwenden speziell diesen Honig, weil er auf dem Dach unseres Restaurants
produziert ist - aber auch im Herzen von Paris, der ihm eine außergewöhnliche
Reinheit verleiht, da es keinerlei Schädlingsbekämpfungsmittel noch verwendete
Insektenvertilgungsmittel gibt. Foto: Stephan Gabriel

