Diogenes von Sinope in Griechenland war ein Philosoph der Sonderklasse. Er lehnte jede Art von Besitztum ab, warf seinen letzten Becher weg, um nur noch aus der Hand zu trinken und schlief in einem Weinfass. Zu seiner Zeit galt er als "Spinner", heute allerdings könnte er durchaus als "trendy" durchgehen. Wer derzeit etwas auf sich hält, sucht sich im Urlaub originelle Schlafstätten. Und stößt dabei unweigerlich auf das Weindorf Salgesch im Wallis, wo man seinen Ferienschlaf in einem Weinfass absolvieren kann.
Walliser Weine gehören zu den besten Europas. Doch weil die Schweizer ihre feinen Sachen lieber selber trinken, sind Fendant & Co. außerhalb der Eidgenossenschaft kaum zu bekommen. Was also bleibt dem Liebhaber seltener und guter Tropfen übrig als sich auf den Weg in den südlichen Schweizer Kanton zu machen, um der außergewöhnlichen Genüsse habhaft zu werden. Besonders beliebt ist das Dörfchen Salgesch, wo es unzählige Möglichkeiten der Weinverkostung gibt und mit dem Hotel Arkanum auch ein Haus, das mit einer höchst originellen Übernachtungsmöglichkeit aufwartet. Wer will, der kann dort in einem veritablen Weinfass schlafen.
Nun darf man sich diesen Schlafplatz nicht so entbehrungsreich vorstellen, wie ihn Diogenes einst schätze, im Gegenteil. Das Fass ist höchst komfortabel ausgestattet, die Decken sind kuschelig, die Matratze tut dem Rücken gut. Und rund um das Fass hat man im Zimmer Dusche/WC, TV, Minibar, kurz alles, was der Mensch so braucht, wenn er originell nächtigen und dabei nichts entbehren möchte. Pro Person und Nacht im Doppelzimmer mit reichhaltigem Frühstücksbuffet zahlt man dafür gerade mal 94,-- Franken. Salgesch liegt auf halber Strecke zwischen der Walliser Hauptstadt Sion und dem Städtchen Brig, bietet ein sehenswertes Reb- und Weinmuseum sowie zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema Wein.
Weitere Informationen: http://www.wallis.ch, sowie auf www.hotelarkanum.ch und www.salgesch.ch
Foto: Wallis Tourismus / Schweiz



Natürlich sind Agrar-Spekulanten längst auf der untersten moralischen
Stufe angekommen. Spekulationsgeschäfte mit Nahrung töten. Genau wie
Monokulturen, Biodiesel aus Soja oder Spekulationen mit Wasser. Indirekt
geschieht dies, selten dokumentiert, mit zeitlicher Verzögerung. Die
verantwortlichen Akteure süffeln von Provisionen und Boni längst schon
Cocktails an der Bar, wenn für Apinke und Sowande der Todeskampf erst
beginnt. Außerdem liefern Hungertote einfach weniger spektakuläre Bilder
als beispielsweise durch Kleinwaffen zerfetzte Leiber. Deutschland ist
an der Verbreitung der "Massenvernichtungswaffen des 21. Jahrhunderts"
(Kofi Annan) immerhin mit einem Exportvolumen von 76,15 Millionen Euro
(2012) beteiligt. Und was bitteschön hat (legaler) Waffenhandel mit
(legalen) Warentermingeschäften zu tun? Eine ganze Mange. Das Primat des
Ökonomischen bestimmt längst die Grenzen des Politischen und Moral taugt
nur bedingt als ökonomisch messbare Größe. Der mehrfach chemisch
gereinigte EU-Gesetzentwurf zur Eindämmung der Nahrungsmittelspekulation
ist hierfür nur ein weiterer Beleg, meint DER KULINARIKER.




