Die unmittelbare Umgebung mit etlichen Bausünden in dem virulenten Illetas verschreckt zunächst. Tritt man dann aber durch das Eingangsportal des Palazzo aus den 40er Jahren in die imposante Lobby des "Maricel", eröffnet sich eine Welt der Eleganz und des Luxus.
Schnell erklärt sich der Name des Hotels, "Mar i Cel" - es ist der katalanische Ausdruck für Meer und Himmel. Der Blick geht auf die Terrasse mit Säulen und Rundbögen, die Sicht weit auf das Meer und den Himmel freigeben, eine Verschmelzung beider Elemente. Die Rezeption ist ein unauffälliger Bestandteil der großen, beeindruckenden Hallenlounge,der Empfang wickelt sich zügig und professionell ab. Bevor wir unser Zimmer beziehen, lassen wir uns von dem ästhetischen Innendesign des Architekten Xavier Claramunt faszinieren. Säulen und Bögen aus Stein, geweißte Wände, Marmor und Pastellfarben geben den Ton an.
Viel schwarzes Leder der Sitzmöbel und dunkles Holz setzen einen gelungenen Kontrast und stilistische Akzente. Sie nehmen nichts von der lichtdurchflutenden Helligkeit und Leichtigkeit der Atmosphäre. 29 Zimmer und Suiten über drei Etagen verteilt, entsprechen der hauseigenen Ästhetik und dem klaren Stil und überwältigen mit einem phantastischen Meerblick; mar i cel wird auch hier durch die großen Fenster zu einem Designelement. Fast unnötig bei der Klasse des Hotels zu sagen, dass modernste Technik in den Räumen zur Verfügung steht.
Die großen Bäder sind hell und mit einer freistehenden Badewanne (bewusstes Relikt aus der alten Zeit) sowie abgetrennter Toilette und Dusche ausgestattet. Edle und nützliche "amenities" finden sich im gesamten Bad verteilt. Eher enttäuschend sind die schmalen Flure, die von der Gestaltungskunst des
Innendesigns etwas vernachlässigt wurden. Sie wirken in ihrer gnadenlosen Schlichtheit (rote Feuermelder und grüne Fluchtweghinweise sind die einzigen "eyecatcher") wie Behördengänge.
Wo das Meer beginnt und endet
Dafür grenzenlose Begeisterung für die Loungeterrasse mit bequemen Rattanmöbeln und eine Etage tiefer für das Restaurantterrain, das ebenfalls schöne Außenplätze bietet. Der Pool-Bereich eine Treppe darunter mit aufmerksamen Beach-Service lässt genügend Platz um ungestört zu relaxen. Der Pool, wird bezeichnenderweise "Infinity Pool" genannt, weil er endet, wo das Meer beginnt, und das Meer endet, wo der Himmel beginnt, mar i cel eben..
Steinstufen führen hinab, um in der See zu schwimmen. In exclusiv gestalteten Felsgrotten bietet ein Spezialistenteam Anwendungen aus dem Orient und Okzident an. Ayurveda, Thalasso, Kleopatrabad, Moorbad und Massagen verwöhnen Körper und Seele.
KULINARIKER-Fazit: Das "Maricel" ist ein internationales Spitzenhotel mit luxurösem Flair und außergewöhnlichem Ambiente für anspruchsvolle Gäste, hier vorwiegend aus Spanien sowie dem deutsch-und englischsprachigen Raum (Alterdurchschnitt zwischen 35 und 45 Jahren). Anerkannte Auszeichnungen belohnen für das Engagement und den Stil, u.a. "Most Excellent European Hotel"-Award vom Condé Nast Verlag im Jahr 2005.
Weitere Informationen finden Sie unter www.hospes.es.
Fotos: Maricel





