And the winner is... Bevor dieser heiß erwartete Satz im Restaurant Rossi des Berufsausbildungszentums Berlin Wedding fiel, lieferten sich Azubis dieser Einrichtung und der Berliner Marriott Hotels ein unterhaltsames und spannendes Kochduell. Die Gäste u.a. Reiner Sachau, COO von Marriott International Europa, Elke Tesarczyk, stellvertretende Geschäftsführerin der SOS Kinderdörfer e.V. sowie weitere Repräsentanten der Marriott Gruppe und etliche Medienvertreter.
Sie alle ließen sich das perfekt inszenierte Drei-Gänge-Menü schmecken und wurden zunehmend angesteckt von dem Eifer und der Begeisterung der jungen Leute, ihre Leistung unter Beweis zu stellen. Anlass dieses Events vom 26. Januar war eine weitere Aktion von Marriott International im Rahmen der Charity-Initiative "World of Opportunity". Unter dem Motto "You Eat – We Give" beteiligen sich mehr als 280 Marriott Hotels in ganz Europa und spenden pro verkauftem Mittag-und Abendessen je einen Euro. Das Geld fließt in die Jugend-Bildungsarbeit von SOS-Kinderdorf-Projekten. Die Deutschland-Aktion unterstützt das SOS Berufsbildungszentum in Berlin Wedding. Das Ziel ist es,Jugendlichen aus schwierigen Verhältnisse das nötige Rüstzeug an Kompetenzen für ihren Alltag und den Beruf zu geben. Soziales Engagement wird bei Marriott groß geschrieben. Allein im Jahr 2010 umfasste der Gesamtwert an Geld-und Sachspenden plus ehrenamtlicher Unterstützung insgesamt 34,6 Millionen US-Dollar.
Nach der Vorspeise, Buchsaibling, Riesengarnele und Zander, dem Hauptgang Maishähnchen mit Schwarzwurzeln und Kohlrabi sowie einer Apfel-Birne-Kreation als Dessert, war es dann soweit. Die Jury, bestehend aus drei renommierten Gastronomie-Experten der Hauptstadt, hatte entschieden: Die Azubis des Berliner Ausbildungszentrums gewannen mit nur einem Punkt Vorsprung im Kochduell und zwei Punkten im Service-Team. Bei einer so knappen Entscheidung durften sich zu Recht beide Teams als Gewinner sehen.
Weitere Infromationen finden Sie unter www.marriott.de.
Foto: Marriott



Wenn man nur mehr Zeit hätte. Beispielsweise könnte dann der Frage
nachgegangen werden, ob ein Zusammenhang zwischen ökonomischer und
kulinarischer Entwicklung bestünde. Eine Frage in diesem Kontext könnte dann
sein, ob in schlechten Zeiten - was vordergründig logisch erscheint - weniger
auf den Tisch kommt und in guten eben deutlich mehr. Das Gegenteil scheint
jedoch der Fall zu sein. Ein nur oberflächlich durchgeführter Vergleich von
Wirtschaftsentwicklung anhand von Wachstumskennzahlen und Food-Fotografien der
Vergleichszeiträume zeigt, dass gerade in Boom-Zeiten die präsentierten
Gerichte deutlich reduzierter ausfallen (Ausnahme: die 50er Jahre, in denen
nach kriegsbedingtem Darben kräftig zugelangt wurde) und kubistisches
Schnitzwerk die Berge von Nahrung verdrängt. Das mag an der Zielgruppe liegen,
die sich längst qua ererbten oder erarbeiteten Grundvermögen abgekoppelt hat
von ökonomischen Entwicklungen und einfach nur gerne gut isst. Reine
Spekulation, keine Erklärung. Auch geht es in postindustriellen Zeiten um
deutlich mehr denn die simple Nahrungszufuhr - es darf halt auch in der Küche
das moderne Design der Standard-Einrichtungshäuser nicht fehlen. Zudem ist das
Streben nach Profitmaximierung schon längst bei den Köchen angekommen. Die
einfache Gleichung: Weniger auf dem Teller heißt mehr in der Kasse. Hübsch
angerichtet und verpackt, fällt uns das nicht sonderlich auf. Vielleicht ist
es aber auch nur ein Zeichen von Zeitmangel. Reduktion, schneller Konsum, acht
Gänge in einer Stunde, Mund abputzen und dann wieder raus in die Welt und
Mehrwert schaffen. Ist deshalb das japanische Fast Food Sushi so beliebt?
Werden deshalb Pitbull-Weine mit 14,5 Volumenprozent gelupft? Ach, wenn man
nur mehr Zeit hätte,
meint DER KULINARIKER.
Laurent Delarbre, Chefkoch Restaurant La Tour d'Argent, Paris.: Der Honig vom La Tour d'Argent wird nur in unseren Küchen und für den Service
vom Tee-Salon verwendet, ist aber auch verfügbar für den Verkauf über unseren
Online-Shop und in unserer Boutique Les Comptoirs de La Tour d'Argent. Foto: Stephan Gabriel

