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Küsse in Barcelona

Aus Barcelona berichtet Anja Hanke
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Dies ist eine Geschichte, für alle jene, die Barcelona  schon längst verfallen sind. Es ist auch eine Geschichte für die Zögerlichen, die noch nach einem Anlass suchen, um sich auf den Weg in die Mittelmeer-Metropole zu machen. Es gibt schon einen Grund, warum Woody Allen Barcelona in das Zentrum eines seiner bekanntesten Filme setzte. Diese Stadt besitzt Magie wie kaum eine andere. Sie verwirrt, beschwingt, verführt und bezaubert zugleich. Ein Spaziergang durch die Metropole am Mittelmeer, durch Barcelona, hat viele Facetten, die immer wieder begeistern.

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Die Ramblas mit ihren kleinen Ständen und dem Nachtleben, das bei Einbruch der Dunkelheit die Besucher lockt und zum Flanieren einlädt. Den Boqueria, einer der größten und reichhaltigsten Märkte der Stadt. Die vielen Boutiquen großer Designer der Welt und am Ende des Trubels – der Strand am Meer. Mitten im Herzen, auf der Flaniermeile Passeig de Gracia, hat sich eine ehemalige Bank zu einem aufsehenerregenden Hotel gemausert. Wo einst imposante Tresore das Geld der feinen Gesellschaft horteten wird selbiges hier heute  für Luxus und Genuss   ausgegeben. Schließlich lockt hier seit November 2009 ein individuelles Luxushotel zum Wohnen und Leben im Zentrum der Stadt.

Schon beim Betreten der Lobby spürt man: Hier ist es anders. Eine kleine, zierliche Blondine kommt auf uns zu und begrüßt uns mit zwei Küssen auf die Wange: "Das macht man bei uns so, wenn man seine Gäste ganz besonders willkommen heißen möchte", sagt Bel Natividad, die im Mandarin Oriental für die Kommunikation zuständig ist, vergnügt.

"Wir sind fest in Frauenhand"

Urquiola: unaufdringlich zeitloser stil

Und gleich darauf kommt ihre Kollegin und Marketingchefin Lourdes Gaude auf uns zu. Auch diese Begrüßung fällt sehr herzlich aus und es fällt auf, dass in diesem Hotel, die Anzahl der Frauen in Führungspositionen enorm ist: "Wir sind fest in Frauenhand", bestätigt Bel lächelnd. "Und das ging schon vor der Eröffnung los." Für das Innendesign des gesamten Hauses zeichnet sich die spanische Star-Designerin Patricia Urquiola verantwortlich. Gekonnt hat sie hier einen zeitgenössischen und auch zeitlosen Stil aus beige, schwarz und weiß mit Nuancen von grau und gold gemischt. Nichts wirkt zufällig oder aufdringlich. Mit Mut zur Klarheit hat sie den Charakter der ehemaligen Bank eingefangen und als spielerisches Detail immer wieder aufgegriffen. So auch in der Banker’s Bar.

Der ehemalige Tresorraum steht nun für entspannte Abende in Cocktaillaune. Dabei fällt der Blick der Gäste jedoch immer wieder auf die alten Schließfächer, die die Innendesignerin originell an den Wänden und der Decke der Bar integriert hat. Mit solchen liebevollen Details ist es Urquiola im gesamten Hotel gelungen, stylish zu sein ohne in  distanzierte Kälte abgleiten. "Wir wollten das Warme und Temperametvolle der Katalanen mit der Welt vereinen", erklärt Bel – und das ist gelungen.

Die 88 Zimmer und zehn Suiten spiegeln eine klare und elegante Linie wieder, die sich bis in das intime und minimalistische Spa zieht. Hier kann man sich in acht Behandlungsräumen, der Saunalandschaft, dem Fitness Center oder dem 12 Meter langen Indoor-Pool vom anstrengen Stadterkunden erholen.

Eine weitere Frau steht für einen ganz besonderen Teil des Hotels: Die Landschaftsarchitektin Beth Fugueras begrünte die 660 Quadratmeter große Terrasse im Innenhof des Komplexes – das Mimosa. Dabei entstand eine grüne und florale Oase mitten in der Großstadt. "Das Hotel ist für jeden offen", erklärt die zierliche Blondine, die uns herumführt. "Wir sind kein Haus, das nicht betreten werden darf. Viele Gäste von außerhalb und Bewohner dieser Stadt besuchen unsere beiden Restaurants, die Bar und auch unser Restaurant Mimosa."

Fotos: Mandarin Oriental

 

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