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17012011_taggiasca2Wenige Wochen vor dem Mauerfall habe ich mit dem Studium begonnen. Schon nach wenigen Tagen war ich höchst angewiedert. Denn in den Hörsälen dominierten damals lautstarke Gruppen, die immer ein "K" im Kürzel trugen und in sektenhaften Zirkeln die Idee auf eine Gesellschaftsordnung von Morgen propagierten. Also, kurz nach der so genannten "Wende" waren die meisten der K-ler im Privaten verschwunden, hatten sich in andere Parteien mit geschnürten Unterwanderstiefeln begeben oder das Thema "Ökologie" neu für sich entdeckt. Heute begegnen mir die gleichen Argumentationsmuster, die gleichen engstirnigen Menschen als sehr überzeugend agierende Besserwisser und -esser, die unter Ausblendung landwirtschaftlicher Realitäten und sinnstiftender Produktionsverfahren das Etikett "Bio" auf alles und jedes kleben wollen. Der Kuhstall mutierte auf dem Biohof zu einer Wellness-Oase. Ungern wird geredet über handfeste marktwirtschaftliche Interessen in der Bio-Industrie oder Gewinnmaximierung. Bei Fragen nach Ökobilanz, Welthungerproblem, Einsatz von Antibiotoka, Pilz- und Keimbelastungen etc. wird allergisch reagiert mit Argumentationsmustern, die Erinnerungen an mein erstes Semester wachrufen. Keine sonderliche Lust auf Bio-Stalinisten hat DER KULINARIKER.

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